„Sie ist jung und nimmt zunehmend Fahrt auf“

Interview des Bocholter Report. Gabi Frenzen im Gespräch mit Wolfgang von der Linde.

Kalkar. (fren) Sie ist noch jung, aber sie nimmt zunehmend Fahrt auf: die TRANS-LOG in der Messe Kalkar. Es ist die einzige Fachmesse für Transport und Logistik in NRW, die aufgrund ihres Standortes noch dazu deutsche und niederländische Aussteller verbindet. Wir sprachen mit Projektmanager Wolfgang von der Linde über Entstehen, Entwicklung und ein spannendes Meet & Great.

Bocholter Report: „Warum ist Kalkar ein guter Standort für eine Transport- und Logistikmesse?
von der Linde: „Frankfurt, Stuttgart oder auch Rotterdam – es ist ja nicht so, dass es für die Transportbranche keine Messeangebote gibt. Aber es gab bis vor drei Jahren keine Messe dieser Art in Nordrhein-Westfalen, noch dazu an einem Standort, der  – grenznah gelegen – zwei Länder so nah zusammenbringt, nämlich Deutschland und die Niederlande. Das ist wirklich die Besonderheit.  Aussteller und Besucher aus Rheinland, Westfalen, Ruhrgebiet, Niederlande – alle sind schnell da. Entsprechend werden wir auch von wichtigen Verbänden wie z.B. Spedition und Logistik NRW oder auch  Verkehrswirtschaft und Logistik NRW unterstützt.“

Bocholter Report: „Warum ist der Standort auch für holländische Aussteller und Besucher interessant?“
von der Linde: „Die Niederländer sind natürlich daran interessiert, über Kalkar und somit NRW  Kontakte in Deutschland zu bekommen und von hier aus auch bis nach Südeuropa zu gehen.“

Bocholter Report: „Die TRANS-LOG ist noch jung…“
von der Linde: „Das ist richtig. Am 19./20. Februar 2019 findet sie zum dritten Mal statt – mit noch mehr Ausstellern, noch mehr Inhalt, so viel kann ich schon jetzt verraten. Unser Vorteil ist, dass die TRANS-LOG auch für kleine und mittelständische Unternehmen ein perfektes Sprungbrett ist, selbst Startups haben bei niedrigen Messepreisen die Chance, sich zu präsentieren. Auch bieten wir ein  All-inklusive-Konzept mit z.B variierbarer Standfläche, Beleuchtung, kostenlosem Eintritt oder auch Catering für die Kunden.“

Bocholter Report: „Es geht hier nicht nur um den ‚dicken Brummer‘, auch Fachkräfte sind ein Thema?“
von der Linde: „Was macht eine Messe dieser Art interessant?  In erster Linie natürlich der Fuhrpark – vom LKW bis hin zum Gabelstapler. Hinzu kommt die technische Entwicklung. Fahrzeuge mit alternativen Antriebsmöglichkeiten zum Beispiel. Auch sonst möchten Besucher Innovationen und Trends entdecken. Im vergangen Jahr wurde zum Beispiel eine Datenbrille vorgestellt, über die im Vorbeigehen Barcodes am Lagerregal gelesen und die  Artikel zur Kommissionierung sogleich eingespiegelt wurden. Eine Transport und Logistikmesse muss mit Industrie 4.0 aufwarten können. Damit einher gehen auch Vorträge und Präsentationen, die übrigens auch von den Ausstellern selber gestaltet werden können. Navigation mit Schwertransport durchs Ruhrgebiet, solche Vorträge sind überaus spannend. Aber ich gebe Ihnen natürlich Recht, dass auch das Thema Personal in Zeiten, in denen alle über Fachkräftemangel klagen, wichtig ist. Hier sind wir in Kontakt mit Berufsschülern wie auch Studenten aus der Euregio. Geplant ist ein Speed-Dating mit Unternehmern, zugleich gibt es einen Wettbewerb per Gabelstapler. Ein Meet & Great ist also nicht nur mit Kunden, sondern auch mit angehenden Fachkräften möglich.“

Bocholter Report: „Es handelt sich um eine reine Fachmesse?“
Von der Linde: „Ja, Interessierte kommen aber per VIP-Ticket gratis auf die Messe.“